Montag, 24. August 2009

wie ein bornierter spiegel-reporter tarantino interviewt

meine güte, sowas kommt raus, wenn ein bornierter spiegelreporter (am deutschen wesen soll die welt genesen) tarantino interviewt und mehr über sich und seine "weltanschauung" preis gibt, als er das vermutlich wollte...

dass tarantino nicht zu den dümmsten menschen auf dieser welt gehört, ergibt sich schon aus seinen großartigen filmen, während sein interviewer eben nur ein spiegel-reporter ist.

SPIEGEL: Überschätzen Sie nicht das Differenzierungsvermögen vieler Zuschauer? Nur ein Viertel aller amerikanischen Highschool-Abgänger weiß überhaupt, dass Hitler während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland regierte. Die wundern sich wahrscheinlich gar nicht, dass in Ihrem Film ein Attentat auf Hitler in einem Pariser Kino verübt werden soll.

Tarantino: Wo haben Sie denn diese ganzen Zahlen her? Kaufe ich Ihnen nicht ab. Das ist bloß Gruselpropaganda. Die Kids haben vermutlich einfach die Leute verarscht, die die Umfrage gemacht haben.


klar, die amis sind alle dumm wie scheisse, und trotz aller elite unis: der deutsche weiss halt immer besser bescheid, zum beispiel über subalterne "studien" in bezug auf den bildungsstand amerikanischer schüler. die sind ja sooo dumm. kein wunder, dass die ständig krieg machen, diese us-amis.

die reaktion tarantinos ist dafür umso besser: sie sind wohl ein propagandaopfer? so, wie ihre landsleute vor 70 jahren jahren propagandaopfer waren. soll heissen: 1939 wäre der spiegelreporter wohl in SA oder SS gewesen. was ich persönlich übrigens durchaus nachvollziehbar finde...

SPIEGEL: Die Frage ist, ob das "Dritte Reich" mittlerweile genauso unbefangen als Material für Spielfilme benutzt werden kann wie zum Beispiel der Kampf zwischen Cowboys (böse) und Indianern (gut) im Wilden Westen.

Tarantino: Damit habe ich kein Problem, im Gegenteil: Die Widerstandskämpfer in meinem Film handeln sogar wie Indianer auf dem Kriegspfad: auflauern, töten, skalpieren.


also nicht mehr so ganz eindeutige einordnung der indianer als "edle wilde" und damit "gut" - tja, sowas nennt man wohl "differenzierungsvermögen" :)


SPIEGEL (geschockt): Sie wollen behaupten, Nazi-Deutschland habe unter Propagandaminister Goebbels gute Filme hervorgebracht?

Tarantino: O ja, einige dieser Filme waren ziemlich gut! "Glückskinder" zum Beispiel ist einer meiner Lieblingsfilme. Ein sehr, sehr lustiger Film. Wenn man sich nur die deutschen Filme bis 1945 ansieht, merkt man kaum, dass Krieg herrschte.



SPIEGEL (belehrend): Täuschen und Blenden ist die Kunst der Propaganda. Sie sind hoffentlich nicht darauf hereingefallen?

Tarantino: Nein, ich habe extra die Memoiren von Leni Riefenstahl ein zweites Mal gelesen.


SPIEGEL: Ein Urteil unter Kollegen: War Riefenstahl eigentlich eine gute Regisseurin?

Tarantino: Sie war die beste Regisseurin, die jemals lebte. Um das zu erkennen, muss man nur ihre Olympia-Filme ansehen.

SPIEGEL: Für uns Deutsche ist sie vor allem die skrupellose Propagandistin der NS-Ideologie.


und darauf geht er dann gar nicht mehr. war ja auch kein frage. insofern wird er sich seinen teil denken ("so ein depp")

Tarantino: Es gibt keine eindeutig Guten und keine eindeutig Bösen in diesem Film.

SPIEGEL: Ist das nicht genau das Problem? Im "Dritten Reich" war die Grenze zwischen Opfern und Tätern eindeutig gezogen.


da gibts nix zu differenzieren. basta

Sonntag, 9. August 2009

gestern so, heute so

die FAZ liess in den vegangenen monaten die rebellen um walter & co. immer wieder als "helden" hoch leben. und kaum beschliessen diese rebellen, ihre eigene partei rechts der hessen-spd zu gründen(um damit auch cdu und v.a. fdp stimmen abzujagen), kommt ein 180 grad schwenk.

warum walter aus sicht der FAZ doch ein verräter ist...

die ganze wahrheit über die internen ränkespiele innerhalb der hessischen sozialdemokratie.

Walter hatte Ypsilanti am Freitag abermals versichert, er werde sie, ungeachtet des Streits, wählen, und auch am Sonntag hatten die beiden telefoniert. Nachdem die Auseinandersetzung, wie üblich, in die Medien gelangt war, wollte Ypsilanti in diesem Gespräch abermals wissen, ob Walter bei seiner Zusage bleiben würde. Walter: „Andrea, ich habe keine Lust mehr, mit dir zu diskutieren. Du bist meines Erachtens unglaublich machtgeil, völlig skrupellos und, mit Verlaub, ein wenig doof.“ Und er warf ihr an den Kopf, dass er sie schon deshalb wählen werde, um sie leiden zu sehen.

Donnerstag, 6. August 2009